Zielsetzung: „Nach der Flucht eine Heimat in der Fremde finden“
Der Verein Wohnen bietet ein neues Modell der Flüchtlingsunterbringung an. Als Alternative zu Massenquartieren stellen wir Einzelwohnungen und Wohngemeinschaften in kleinem Rahmen zur Verfügung, was sozial verträglicher ist und bei den Betroffenen zu einer höheren Zufriedenheit beiträgt.
Über die reine Unterkunft hinaus wird durch diplomierte SozialarbeiterInnen – unterstützt durch einen Dolmetscher – Beratung und Begleitung angeboten.
Unsere BewohnerInnen kommen aus Tschetschenien, Armenien, Weißrussland, der Ukraine, dem Kosovo, der Türkei, Irak, Iran und Afghanistan.
Anzahl der Wohnungen:
Derzeit stehen für das Betreute Wohnen für AsylwerberInnen 13 Wohnungen und 2 Wohngemeinschaften zur Verfügung.
Anzahl der AsylwerberInnen:
Im Juli 2004 haben wir mit 20 Wohnplätzen begonnen. Im Jahr 2007 wurden insgesamt 86 Personen betreut, von denen 39 Erwachsene und 47 Kinder waren. Aktuell wohnen 63 AsylwerberInnen bei uns, davon 29 Erwachsene und 34 Kinder.
Anzahl der MitarbeiterInnen:
Derzeit stehen 3,7 Dienstposten im Bereich Betreutes Wohnen für AsylwerberInnen zur Verfügung.
Förderung durch : Amt der NÖ Landesregierung, Koordinationsstelle für Ausländerfragen
Erfolge und Stärken des betreuten Wohnens für AsylwerberInnen
Auf Grund der hohen sozialarbeiterischen Kompetenz in diesem Bereich werden vor allem AsylwerberInnen mit mehrfachen Problematiken zum Verein Wohnen zugewiesen. Viele von ihnen haben schwere Traumata als Folge von Flucht, Verfolgung und Folter. Auch chronische Krankheiten sind weit verbreitet. Durch die Einzelwohnungen können wir eine individuelle Betreuung gewährleisten und die AsylwerberInnen gezielt in unser Kultur- und Gesellschaftssystem einführen. Zudem bereichern ausgesuchte Freizeitangebote den Alltag unserer BewohnerInnen.
Herausforderungen und Probleme im Bereich des betreuten Wohnens für AsylwerberInnen
Große Herausforderungen in unserem Arbeitsalltag sind der Umgang mit traumatisierten AsylwerberInnen, sprachliche Barrieren, mangelnde Integrationsmöglichkeiten, verschiedene Herkunftskulturen und das Wecken von Verständnis für das österreichische Gesellschaftssystem. |