Im Rahmen der Veranstaltung I.D.U. – Impuls, Dialog, Umsetzung des Unterstützungsprogramms, WOHNSCHIRM HOUSING FIRST, fand erstmals in Niederösterreich ein umfassendes Vernetzungstreffen zwischen sozialen Organisationen, Gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV) sowie zuständigen Vertreter*innen der NÖ Landesregierung statt. Organisiert wurde es vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und der Abwicklungsstelle WOHNSCHIRM HOUSING FIRST. Ziel der Veranstaltung war es, die Zusammenarbeit in der nachhaltigen Beendigung von Wohnungslosigkeit zu stärken und neue Impulse für eine noch effizientere Kooperation zu setzen.
WOHNSCHIRM ist das Programm des Sozialministeriums zur Verhinderung und Beendigung von Wohnungslosigkeit. WOHNSCHIRM MIETE verhindert Wohnungslosigkeit durch die Übernahme von Mietschulden, WOHNSCHIRM HOUSING FIRST beendet Wohnungslosigkeit, indem es wohnungslose Menschen direkt in eine eigene, leistbare Wohnung begleitet. Der Verein Wohnen setzt beide Leistungsschienen in Niederösterreich um.
Praxisnahe Einblicke: Soziale Arbeit sichtbar gemacht
Der Verein Wohnen brachte seine langjährige Erfahrung aus der Sozialen Arbeit aktiv ein und stellte anonymisierte Praxisfälle vor. Anhand realer Fallbeispiele wurde deutlich, mit welchen Herausforderungen Menschen konfrontiert sind, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind.
Diese multiperspektivische Herangehensweise ermöglichte es allen Beteiligten, die Arbeit der Sozialarbeiter*innen noch besser zu verstehen und die komplexen Zusammenhänge zwischen sozialen Problemlagen, Mietverhältnissen und strukturellen Rahmenbedingungen nachzuvollziehen.
Im Anschluss wurden in Kleingruppen zentrale Fragestellungen diskutiert:
• Welche Herausforderungen bestehen aktuell in der Zusammenarbeit?
• Welche Chancen ergeben sich durch engere Vernetzung?
• Welche konkreten Verbesserungen können gemeinsam umgesetzt werden?
Ergebnisse: Mehr Vernetzung, mehr Verständnis, klare gemeinsame Ziele
Die Veranstaltung brachte zahlreiche konkrete Ergebnisse:
• Vereinbarung regelmäßiger Vernetzungstermine zwischen den Einrichtungen
• Vertieftes Verständnis für die jeweilige Perspektive von Sozialarbeit, GBV und Verwaltung
• Klarer Konsens: Der Schutz von Menschen vor Wohnungslosigkeit steht immer im Mittelpunkt
• Optimierung gemeinsamer Abläufe und Kommunikationswege
„Die heutige Vernetzung zeigt, wie viel wir erreichen können, wenn Soziale Arbeit, Gemeinnützige Bauvereinigungen und öffentliche Stellen an einem Tisch sitzen. Gerade im Housing-First-Ansatz ist eine stabile und verlässliche Zusammenarbeit entscheidend, um Menschen rasch und nachhaltig aus der Wohnungslosigkeit zu begleiten. Der offene Dialog auf Augenhöhe schafft Verständnis – und genau das ist die Basis für wirksame Lösungen.“, Nina Kraushofer-Kasser, Bereichsleitung Temporäres Wohnen – Verein Wohnen.
Besonders hervorgehoben wurde die kollegiale Atmosphäre und der Dialog auf Augenhöhe. Der Austausch war geprägt von Wertschätzung, gegenseitigem Verständnis und dem gemeinsamen Willen, nachhaltige Lösungen zu entwickeln.
Gemeinsam für leistbares Wohnen und soziale Sicherheit in Niederösterreich
Das Treffen im Rahmen von I.D.U. zeigt deutlich: Erfolgreiche Prävention von Wohnungslosigkeit gelingt nur durch enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Der Verein Wohnen freut sich über den konstruktiven Dialog und die Bereitschaft aller Partner*innen, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. “Seit mehr als 20 Jahren pflegen wir eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Wohnbauträgern, dies entwickelt sich auch für den Housing First Ansatz in Niederösterreich, zu einem Vorteil,” so Patricia Grünauer, Geschäftsführung Verein Wohnen.
Mit Impulsen, offenem Dialog und konsequenter Umsetzung wird der Weg für eine noch wirksamere Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenslagen geebnet.







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